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Kurzer Traum, langes Erwachen

Systemmeldungen:

Bundesweit wurden 2003 insgesamt – Betrug an der Haustür wird nicht gesondert ausgewiesen – 876.032 Betrugsdelikte erfasst. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine kräftige Zunahme um 11,1 %. Trotz einer Aufklärungsquote von immerhin 79,3 % verbleiben dennoch Schäden, die beträchtlich sein können und für die Opfer oft nicht wieder auszugleichen sind. Bei allen Erscheinungsformen im Deliktsbereich Betrug wurde 2003 ein Schaden von 3,78 Milliarden Euro verursacht.

Hauptzielgruppe für Betrügereien an der Haustür sind vorwiegend Senioren, die in der scheinbaren Geborgenheit ihrer Wohnung aufgesucht werden. Ziel der Täter ist es, Einlass in die Wohnung zu finden; denn dort gibt es in der Regel keine Zeugen oder Hilfe durch Dritte.

Das Erscheinungsbild der Täter ist hierbei unterschiedlich. Den gut gekleideten Geschäftsmann findet man genauso wie den Handwerker in Arbeitskleidung, den Hilfsbedürftigen oder sogar angebliche Amtspersonen.

In der neuesten Variante des Haustürbetrugs sprechen die Betrüger nicht einmal mehr persönlich vor, sondern werfen namentlich ausgefüllte "Benachrichtigungen" ein: Weil angeblich niemand angetroffen wurde, sollen die Opfer dann "zur Vereinbarung eines Gesprächstermins in Ihrer Angelegenheit" oder "zur Abholung Ihres Pakets" eine teure 0190-Telefonnummer anrufen.

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